^ übersicht Die 9 Neuigkeiten des Model S Facelift

12.04.2016 by Tesla3.de

Heute hat Tesla Motors fast 4 Jahre nach der Erstauslieferung des Model S eine dezente Modellpflege vorgenommen, um einerseits ein an die anderen Modelle angepasstes, modernisiertes Design zu präsentieren und gleich noch ein paar neue Features anzubieten. Die Änderungen halten sich im Rahmen, es sind aber auch Dinge dabei, die sich viele Kunden gewünscht haben und die beim Model X bereits verfügbar waren.

Im Einzelnen wurden diese 9 Anpassungen vorgenommen:

  1. neues Frontdesign
  2. LED-Scheinwerfer
  3. lackierte Seitenschweller und Frontspoilerlippe
  4. Drei ISOFix-Anker auf der Rückbank zur Befestigung von Kindersitzen
  5. kein verchromter Diffusor mehr am Heck
  6. Dekor Eschenholz dunkel als Standardausführung oder optional gemasert (+850 Euro)
  7. HEPA-Filter mit Biowaffenmodus (optional, 3300 Euro)
  8. 16,5 kW Onboard-Ladeoption (optional, 1700 Euro)
  9. Dynamische Scheinwerfer mit Kurvenlicht und LED-Nebelscheinwerfer (Teil eines optionalen Premium-Paket, 3300 Euro)
Vergleich Model S Facelift 2016 und Vorgänger

Die dezent überarbeitete Frontpartie passt jetzt zum Design des Model X und Model 3

Die auffälligste Änderung ist das Design der Front. Der beim alten Model S angedeutete und vom Rest der Front abgesetzte "Kühlergrill" wurde durch eine durchgängig lackierte Frontpartie ersetzt, wie man sie vom Model X und Model 3 bereits kennt. Da ein Elektroauto keinen mittig eingebauten Motor besitzt, der gekühlt werden müsste, macht diese Anpassung Sinn und gibt dem Fahrzeug somit einen unverwechselbaren Charakter.

Neu sind zudem die lackierten Seitenschweller und Frontspoilerlippe sowie eine leicht angepasste Heckpartie, so ist der Diffusor nun nicht mehr in Chromoptik gehalten. Das überarbeitete Außendesign hat offenbar einen leicht verbesserten Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert), da je nach Modell ein paar Kilometer an Reichweite hinzugekommen sind.

Die Grundpreise für die einzelnen Modelle sind nun:

Model S Facelift 2016 Heckansicht

Das Model S Facelift von hinten

Die adaptiven Voll-LED-Scheinwerfer bieten Kurvenlicht und haben im Premium-Paket zusätzlich Sensoren verbaut, die anhand der Geschwindigkeit, dem Lenkwinkel und der Achse ihre jeweilige Ausrichtung anpassen. Optional gibt es im Premium-Upgradepaket noch dreistufige, dynamische LED-Blinkerleuchten und LED-Nebelscheinwerfer.

Eine großartige Neuerung, die ursprünglich für das Model X entwickelt wurde, ist der optional erhältliche HEPA-Filter mit Unterdruckfunktion. In dem passend bezeichneten "Biowaffen-Schutzmodus" erhöht das Model S den Druck im Innenraum und saugt die Luft nur noch durch die HEPA- und Aktivkohlefilter an. Diese Technologie filtert über 99% der Schadstoffe aus der Außenluft, was in Zeiten lungengängiger Feinstäube und hoher Stickstoffdioxid-Konzentrationen besonders in Großstädten einen echten Mehrwert darstellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass speziell in China eine hohe Nachfrage nach diesem Extra besteht.

Model S Facelift 2016 Biowaffenmodus und LED Beleuchtung

Neu sind die adaptiven LED-Scheinwerfer und der Biowaffenmodus

Im Innenraum gibt es zwei neue Dekore für das Armaturenbrett und die Mittelkonsole zur Wahl und zwar Eschenholz dunkel, das ist die Standardausführung, und optional noch Eschenholz gemasert, was jedoch 850 Euro Aufpreis kostet. Die von vielen Nutzern lange Zeit schmerzlich vermisste Mittelkonsole mit Ablagefächern ist bereits seit einigen Monaten Standard im Model S.

Model S Facelift 2016 Innenraum

Das dunkle Eschenholz-Dekor ist beim Model S Facelift Standard

Der Onboard-Ladeanschluss wurde von 11 kW auf 16,5 kW erhöht, ob noch ein Doppellader zur Verdopplung der Ladekapazität erscheinen wird, das ist derzeit unklar. Beim alten Model S konnte man so den Ladeanschluss auf 22 kW Leistung erhöhen, was beim Aufladen auf dem eigenen Stellplatz kürzere Ladezeiten ermöglicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Neuerungen - passend zur Strategie von Tesla der fortlaufenden Modellpflege - sich im Rahmen halten, aber gleichzeitig für den einen oder anderen Interessenten lange ersehnte Features nun verfügbar sind. Mit dem neuen Design fügt sich das Model S perfekt zwischen Model 3 und Model X ein, die geschlossene Frontpartie ist quasi das Markenzeichen von Tesla. Dass die Preise angehoben wurden, beim kleinsten Modell etwa von 78.000 auf 82.700 Euro, das wird nicht jedem gefallen, aber es spricht dafür dass sich das Model S nach wie vor sehr gut verkauft und das ist ein positives Zeichen.

Wie ist eure Meinung? Hinterlasst mir doch einen Kommentar unter diesem Blogeintrag, das geht auch als Gast.

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