„Die zweite Produktionslinie von Tesla hat 542 Roboter, von denen am zentralen Montagepunkt 15 gleichzeitig arbeiten. Und da wundern sich die Leute, warum ich mir Sorgen einer Robocalypse mache.“

Elon Musk, CEO Tesla Motors 2015

Die ursprüngliche Idee der Verantwortlichen bei Tesla war es die Teile für ihre Fahrzeuge von externen Zulieferen zu beziehen und maximal die Endmontage selbst durchzuführen. Durch Besonderheiten wie etwa der Alukarosserie des Model S zeichnete sich ab, dass es notwendig sein würde ein richtiges Werk mit großen Maschinen zur Metallverarbeitung aufzubauen.

Da Tesla nicht annähernd die Budgets zur Verfügung hatte, die ein klassischer Autohersteller in den Aufbau der Produktion einer neuen Modellreihe investiert, musste ein Wunder geschehen.

Dieses Wunder passierte dann auch als Tesla durch den Umbau mehrerer Toyota-Fahrzeuge zu Elektroautos die Verantwortlichen bei Toyota dermaßen beeindruckte, dass diese einerseits Technologie von Tesla für ihre Autos einkauften und sich andererseits mit 50 Millionen Dollar am Unternehmen beteiligten.

Für einen ähnlichen Preis überließen GM und Toyota Tesla ihr zu diesem Zeitpunkt bereits 26 Jahre altes NUMMI-Werk (New United Motor Manufacturing) in Kalifornien, das aufgrund der weiten Wege zu den Toyota-Zulieferern im mittleren Westen als nicht mehr wirtschaftlich angesehen wurde.

Dieser Deal erwies sich als riesen Glücksfall für Tesla, da das Werk einen um Größenordnungen höheren Wert hatte und die perfekte Grundlage für die eigene Produktion darstellte.

Die Tesla-Fabrik in Fremont (Kalifornien)

Um der Fabrik den Tesla-Look zu verpassen wurde sie in weißen Farbtönen gestaltet, mit roten Robotern als Kontrast. Überhaupt wurde sehr viel Wert auf einen hohen Automatisierungsgrad gelegt und dazu hat Tesla fleissig beim deutschen Hersteller KUKA Industrieroboter eingekauft.

Die 2015 überarbeitete Fertigungslinie 2 kann mit der beeindruckenden Zahl von 542 Robotern aufwarten und kann sowohl Model S als auch Model X produzieren. Die Roboter können entsprechend umprogrammiert werden, um die jeweils notwendigen Schritte durchzuführen.

Viele Roboter befinden sich entlang der Fertigungsstraße für das Tesla Model S

Innerhalb der Fabrik befinden sich auch zwei vollautomatisierte Lackierstraßen der Böblinger Anlagenbauer Eisenmann, die ab 2015 in zwei Bauabschnitten von einer Kapazität von 30.000 auf 500.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgebaut wurden.

Zudem befindet sich sowohl in der Produktion in Fremont als auch im europäischen Endmontagewerk in Tilburg (Niederlande) ein Testparcours zur ausführlichen Prüfung der Fahrzeuge, in letzterem Werk handelt es sich sogar um eine 750 Meter lange Indoor-Teststrecke

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