Wallbox

• Mit einer Wallbox lädt das Elektroauto an seinem Stellplatz mit Drehstrom
• Es gibt für viele spezielle Anwendungsfälle das jeweils passende Modell

Einleitung

Während die Supercharger-Infrastruktur das schnelle Laden auf Langstreckenfahrten ermöglicht, ist die Wallbox (Wandladestation) mit dem standardisierten Typ-2-Anschluss das Mittel der Wahl, um sein Elektroauto bequem auf dem eigenen Stellplatz oder während längerer Standzeiten zu laden. Im Idealfall hat man sowohl zu Hause als auch im Büro die Möglichkeit sein Fahrzeug an eine solche Wallbox zu stecken, aber einer der beiden Standorte ist vollkommen ausreichend, um sich den Umweg zu einer öffentlichen Ladesäule sparen zu können. Die Wallbox ermöglich es einem jeden Morgen mit vollem Akku in den Tag zu starten und so auch mit dem Elektroauto maximal flexibel zu sein. Man kann, insbesondere in der Großstadt, sein Fahrzeug durchaus ohne eigene Lademöglichkeit betreiben, aber der zusätzliche Komfort einer Wallbox ist die Investition wert, zumindest wenn man die technische Möglichkeit einer entsprechenden Installation hat.

Typen von Wallboxen

Es gibt verschiedene Arten von Wallboxen und je nach persönlichem Nutzungsprofil kann die eine oder die andere Art die bessere Wahl sein. Die folgenden drei Varianten sind unter den Tesla-Fahrern besonders beliebt:

Tesla Wall Connector

Die Wallbox von Tesla heißt „Wall Connector“ und hat einige exklusive Vorteile, aber auch mehrere Nachteile gegenüber anderen Lösungen. Man kann mit einem Knopf auf dem Typ-2-Stecker den Ladeport der Tesla-Fahrzeuge automatisch öffnen, was einen kleinen Komfortvorteil bringt. Der Wall Connector kann bis zu 22 kW Leistung liefern und man hat die Auswahl zwischen einer Variante mit 2,5 Meter und einer mit 7,5 m Kabel. Das kurze Kabel sollte man sich gut überlegen, da es wirklich nur dann praktikabel ist, wenn man sein Fahrzeug grundsätzlich rückwärts und nahe an der Wallbox parkt. Positiv für Familien mit mehreren Fahrzeugen ist zudem, dass mehrere Wall Connector eine Stromquelle teilen können.
Der Preis ist mit aktuell 530 Euro sehr günstig, allerdings muss man weitere 250 Euro für den benötigten Fehlerstrom-Schutzschalter (konkret ein FI Typ A-EV) dazu rechnen, was den Preis im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten, die diesen meist bereits integriert haben, wieder relativiert. Die Wallbox ist fest montiert und bietet keine Möglichkeit der Abrechnung oder Authentifizierung.

Andere fest installierte Wallboxen

Für Tesla-Fahrer ist der Hauptunterschied zwischen dem firmeneigenen Wall Connector und einer Wallbox eines anderen Herstellers der im Ladestecker integrierte Knopf zum Öffnen der Ladeklappe sowie das schicke Design.
Da die Ladeklappe beim Model 3 recht einfach über einen leichten Fingerdruck oder über den Funkschlüssel geöffnet werden kann, ist es durchaus möglich auf andere Wallboxen zurück zu greifen, ohne nennenswerten Komfortverlust. Da zudem der Fehlerstrom-Schutzschalter bei den meisten Wallboxen bereits integriert ist und man sich so die teure Anschaffung des speziellen FI Typ A-EV spart, kann es sich durchaus lohnen nach Alternativen zu suchen. Zudem bieten andere Hersteller zusätzliche Merkmale, wie eine Integration in die Solaranlage, die Steuerung per App oder die Integration von Bezahlsystemen. Eine generelle Empfehlung auszusprechen ist hier nicht möglich, da bei jedem Nutzer die inviduelle Situation vor Ort verschieden ist.

Mobile Wallboxen

Der Vorteil mobiler Wallboxen steckt bereits im Namen, denn sie lassen sich einfach im Kofferraum verstauen und überall hin mitnehmen. Eine mobile Wallbox steckt nicht in einem sperrigen Gehäuse, sondern ist im Grunde ein in das Kabel integriertes Steuergerät mit Display. Da eine mobile Wallbox während des Ladevorgangs über den Stecker mit dem Fahrzeug fest verbunden ist, kann auch dieser Typ von Wallbox nicht einfach von Dritten abgesteckt und mitgenommen werden. Oft sind diese Wallboxen im Hinblick auf die nutzbaren Adapterkabel (z.B. für Camping-Steckdosen oder ausländische Normen) sehr flexibel und man kann für Länder mit exotischen Stromsteckern entsprechende Adapter als Zubehör bekommen. Der Nachteil gegenüber einer festen Installation ist einerseits das Handling, denn man muss die Wallbox erst auspacken und zusammen stecken und zudem liegt sie anschließend unaufgeräumt auf dem Boden. Der Preis solcher Lösungen ist meist relativ hoch und nur dann sinnvoll investiert, wenn man den dadurch erhaltenen Mobilitätsvorteil auch regelmäßig in der Praxis nutzt.

Installation des Tesla Wall Connector

Um sich einen Überblick zu verschaffen, was man zur Installation benötigt und mit welchem Aufwand zu rechnen ist, empfehle ich das nachfolgende Video auf YouTube.

Tesla Wall Connector – Planung, Installation, Kosten, Betrieb