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03.06.2016 by Tesla3.de

Letzter Model-3-Artikel: Interessante Neuigkeiten zum Model 3 (Mai 2016)

Seit den letzten hier veröffentlichten Neuigkeiten bezüglich des Tesla Model 3, vor fast genau einem Monat, hat sich wieder einiges an interessanten Informationen angesammelt, die ich in diesem Artikel für euch zusammenfasse.

Tesla Model 3 Vorderansicht

Die geschlossene Frontpartie, hier beim Model-3-Prototypen, ist Teslas Markenzeichen

Nutzung der Supercharger - schnelles Laden auf Langstrecke

Die momentan meistdiskutierte Aussage von Elon Musk zum Model 3, ist auf der Aktionärsversammlung am Dienstag von ihm getätigt worden. Auf die Frage, wie man beim firmeneigenen Supercharger-Schnellladenetzwerk in Bezug auf das Model 3 verfahren möchte, das für Model S und X kostenlos nutzbar ist, antwortete er wortwörtlich:

„The obvious thing to do is decouple that from the cost of the Model 3. So it will still be very cheap, and far cheaper than gasoline, to drive long-distance with the Model 3, but it will not be free long distance for life unless you purchase that package.“
Elon Musk, Aktionärsversammlung 2016

Unzweifelhaft ist, dass man für eine kostenlose Nutzung der Supercharger eine Zusatzoption buchen muss, wie es bereits beim Model S mit 60-kWh-Akku in der Vergangenheit der Fall war.
Was aber mit den Fahrzeugen passiert, die sich gegen diese Option entscheiden, das ist aktuell noch unklar. Denkbar wäre ein Prepaid-Modell, bei dem man beispielsweise 500 oder 1000 kWh Strom im Voraus bezahlt und dann innerhalb einer gewissen Zeit nutzen kann. Andere Möglichkeiten wären eine genaue Abrechnung pro Kilowattstunde oder der Ausschluss vom Supercharger-Netzwerk, was ich beides für eher unwahrscheinlich halte. Elon Musk hat per Twitter schon versprochen, dass die genauen Details zur Nutzung der Supercharger in Kürze veröffentlicht werden.

In dem Kontext wird es auch interessant, welche Lademöglichkeiten das Model 3 anbieten wird. Für Europa wünschenswert wäre die Kompatibilität zu europaweit standardisierten Ladeanschlüssen, damit man das Model 3 zukünftig auch abseits der Supercharger sehr schnell aufladen kann.

Optimierung des Stromverbrauches

Tesla hat beim Model 3 große Anstrengungen unternommen den cw-Wert und damit den Verbrauch bei höheren Geschwindigkeiten zu optimieren – angestrebt wird ein, in dieser Fahrzeugklasse rekordverdächtiger, cw-Wert von 0,21. Unter anderem wurde eine Anfrage an diverse Reifenhersteller gestellt, in der um Reifen mit möglichst geringem Rollwiderstand gebeten wurde. Laut einem Bericht der Korea Times hat sich Tesla, nach der Prüfung einiger in Frage kommender Reifen, letztendlich für den Reifenhersteller Hankook als Erstausrüster für die Bereifung des Model 3 entschieden. Da Hankook bereits für andere E-Autos und auch für diverse europäische Automarken die Reifen produziert, wird es spannend das Ergebnis zu sehen.

Tesla Model 3 Hinteransicht

Selbst die Felgen sind optimiert, um den cw-Wert zu minimieren

Tesla Model 3 Panorama Glasdach

Das Panorama-Glasdach ermöglicht mehr Kopffreiheit für die hinteren Fahrgäste, bei flacher Karosserie

Das Raumschiff landet

Nachdem Tesla bereits im April den Interieur-Designer Félix Godard bei Porsche abgeworben hat, der sich dort für die Gestaltung des Bedienkonzepts des Porsche Mission E (siehe unseren Artikel vom 13.4.) verantwortlich zeigte, sind die Erwartungen an das Model-3-Bedienkonzept in die Höhe geschnellt.

Denkbar wäre eine auf das Armaturenbrett aufgebrachte OLED-Folie oder gar die Projektion von wichtigen Fahrzeug- und Navigationsdaten auf die Windschutzscheibe. Zumindest ist mit etwas Besonderem zu rechnen, wenn bei Tesla Motors von einem Cockpit die Rede ist, das an die Bedienung eines Raumschiffs erinnert:

Space X Raumschiff Cockpit

So sehen die Bedienelemente des Space-X-Raumschiff Dragon V2 aus

Tesla Model 3 Innenraum

Schlicht und modern ist der erste Entwurf des restlichen Interieur gestaltet

Model 3 Design Studio

Beim Design Studio handelt es sich um den Konfigurator von Tesla, bei dem der Kunde etwa die Farbe, die Felgen, weitere Zusatzoptionen oder das Material des Fahrzeuginneren auswählen kann. Natürlich gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch kein Design Studio für das Model 3, aber die "Tesla Motor Fans" haben ein Video veröffentlicht, das einen fiktiven Konfigurator darstellt und mögliche Farbvarianten simuliert:

Vermeidung von Verzögerungen

Sehr positiv zu erwähnen ist, dass man in der Vorstandsetage bei Tesla eingesehen hat, mit dem Model X über das Ziel hinaus geschossen zu sein. Das Fahrzeug hatte derart viele, teils einmalige Besonderheiten und regelrechte Spielereien verbaut, dass es lange gedauert hat den automatisierten Produktionsablauf in den Griff zu bekommen. Diesen Fehler möchte man beim Model 3 nicht wiederholen, sondern sich darauf konzentrieren ein Fahrzeug zu liefern, das zwar die Tesla-Gene besitzt, aber keine unnötigen und produktionsverzögernden Gimmicks enthält.
Man kann allerdings, angesichts der bisherigen Erfahrungen, trotzdem fest damit rechnen beim Model 3 das eine oder andere Detail wieder zu finden, das es so bei der Konkurrenz nicht gibt.

135.000 Vorbestellungen erwartet

Herausfordernd wird es die 400.000 Vorbestellungen möglichst schnell abzuarbeiten. Wie Jon McNeill, einer der Vertriebsverantwortlichen bei Tesla, vorletzte Woche erwähnte, lag die optimistischste Schätzung unter den Führungskräften bei 135.000 vorbestellten Einheiten in der ersten Woche, was nun um fast das Dreifache übertroffen wurde.
Um den Ausbau der Produktion zu beschleunigen, hat Tesla im Mai weitere Aktien im Wert von 1,6 Milliarden Dollar ausgegeben. Überraschenderweise ist daraufhin der Aktienkurs gestiegen, was dafür spricht, dass die Anleger den geplanten Weg eines beschleunigten Ausbau der Produktion befürworten.

Wie geht es weiter?

Teslas CEO Elon Musk bestätigte am Dienstag erneut, dass sämtliche Entwicklungarbeiten am Model 3 in 6 Wochen, also Mitte Juli, eingefroren werden, um in die Vorbereitung der Produktion zu starten. Alle Features, die danach die Serienreife erlangen, werden erst in die zweite und dritte Generation des Model 3 Einzug erhalten. Bis zum 1. Juli 2017 müssen zudem alle Fahrzeugteile sowohl intern, als auch bei den Zulieferern, für einen möglichen Start der Produktion zur Verfügung stehen.

Bereits während der Enthüllung des Model 3 erwähnte er, dass man noch eine zweite Veranstaltung plant, um nach dem Abschluss der Entwicklungsarbeiten, bisher unbekannte Details präsentieren zu können. Dazu gehören das komplette Innendesign, als auch die Vorstellung des neuen Autopiloten, der mit umfangreicher Sensortechnik ausgerüstet sein wird und den Autopiloten auf eine neue Ebene heben soll.
Diese Veranstaltung ist nun für Ende 2016 terminiert und wird dann die finale Optik, sowie wahrscheinlich auch einen Großteil der zu erwartenden Features, aufzubieten haben.

Wie ist eure Meinung?
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